„Für einen säkularisierten Quasi-Hipster mit genau der richtigen Portion Angst, und einem gewöhnlichen Astronomie-Wissensstands, bei dem es um die unendliche Weite des Universums geht, der dazu vermag, unsere hektische Gesellschaft zu beruhigen, in der es schier unmöglich zu sein scheint sich anzupassen. Die kontinuierlich wachsende Entfernung zu anderen Planeten und Sonnen löst ein Schlüsselgefühl der Einsamkeit aus und man kann dieses Phänomen der allgemeinen Ausdehnung des Universums anhand des Doppler Effekts des Lichts beobachten  -> ROTVERSCHIEBUNG <- Z. „

So klingt es, wenn der Bandleader versucht, das neueste Kapitel der Klabbes Bank-Saga in Worte zu fassen und gleichzeitig den Titel ihres letzten Albums „Z“ zu erklären. Seit des allerersten Auftritts in Göteborg im Jahr 2002, ist die Musik, die von Klas-Henrik „Klabbe“ Hörngren komponiert wird, im Wandel. Die musikalische Ausrichtung der Band hat sich fortgehend weiter entwickelt, und doch stellt man beim genaueren Hinhören fest, dass es Fixpunkte gibt, die seit ihrem Debütalbum „Musik för såna som mormor & morfar“ aus dem Jahr 2004 geblieben sind.

„Die Kompositionen featuren die höchst individuellen Stimmen der drei Blasinstrumente. Diese formen ein Klanggemisch, das sich im nächsten Moment zu einem elektronischen Ozean auftürmt.“ , so Klabbe.

In den vergangenen Jahren tourte Klabbes Bank intensiv durch Skandinavien mit gelegentlichen Auslandsauftritten in Großbritannien, Deutschland und Mexiko. Hier wurde das Album „Protect the Forest“ sogar ein zweites Mal herausgebracht. Dieses Album erschien außerdem auf zahlreichen“ Best Release of the Year“ Listen im Jahr 2012, und wurde für den Grammy, Jazzkatt und Manifest nominiert. Das Album „Je Suis La Mer“, erhielt 2009 die Auszeichnung für die beste schwedische Jazz-Veröffentlichung von den schwedischen Tageszeitungen SvD und DN. Dieser Erfolg steigt Klabbe und seiner Bank glücklicherweise nicht zu Kopf. Sie setzen unbeirrt ihre musikalische Reise fort. Schritt für Schritt in Richtung Zukunft.

Foto: Jamin Pirnia

www.klabbesbank.com


Zu Bredvid/Nebenan

In dieser Konzertreihe lädt Kurator Stefan Schneider für Freihaus junge schwedische und lokale Musiker der experimentellen Szene ins H20 ein, die hier gemeinsam auftreten, Genres mischen, sich hinter den Kulissen austauschen und so einen Ausgangspunkt für neue musikalische Kooperationen setzen sollen. Schneider selbst ist ein leidenschaftlicher Grenzgänger zwischen Contemporary-, Modern-Jazz- und elektronischer improvisierter Musik – Bredvid ist für ihn also ein ganz logisches Format.